»Wir sind die Stadt!« Kulturelle Netzwerke und die Konstitution städtischer Räume in Leipzig

Dissertationsprojekt: 10/2002–10/2007

Im Mittelpunkt der empirischen Studie »Wir sind die Stadt!« stehen die raumkonstituierenden Alltagspraktiken von Angehörigen der creative industries in Leipzig. Grundlage dafür war eine, an der Forschungsmethodik der Chicago School orientierte ethnographische community study.

Die Studie führt zunächst in die gesellschaftlichen Problemverschiebungen der letzten Jahrzehnte ein. Entlang der Kategorien »Stadt«, »Raum«, »Ökonomie« und »Kultur« wird ein eigenes Verständnis räumlicher Vergesellschaftung entwickelt. Vor dem Hintergrund der offiziellen Inszenierung Leipzigs als einer Stadt der schlummernden Potentiale (»Dornröschen-Motiv«) werden Orte der Popkultur und der zeitgenössischen Kunst im öffentlichen Raum sowie deren Akteure in »dichten Beschreibungen« vorgestellt. 

Die Arbeit macht deutlich, wie räumliche (An)Ordnungen heute zum Ziel und Mittel von Widerstandskulturen werden. Sie liefert damit nicht nur neue Ansätze für die stadt- und raumsoziologische Grundlagenforschung, sondern lotet zugleich Potentiale zeitgenössischer Formen von Kritik aus.

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